Nachdem konservative Lehrerverbände bislang die Eltern zur größten Herausforderung für LehrerInnen ausgemacht hatten, sind es nun laut 46 % der befragten Lehrer und Lehrerinnen des Schulbarometers 2026 (Bertelmann-Stiftung) die Schülerschaft selbst, die mit ihrem Verhalten am meisten störten. Natürlich kann man die Trägheit und Konzeptionslosigkeit des Bildungsapparats nicht überwinden, wenn immer mal wieder eine andere Sau durchs Schuldorf getrieben wird. Sonst kommen bei der nächsten Befragung nur noch die Reinigungskräfte als Sündenböcke infrage oder soll sich dann die Lehrerschaft selbst anprangern, so in etwa als gescheiterte „wandelnde Anleitungen zum Leben“, das sie selber gar nicht so führen?
Die Abrechnung mit den Eltern ist aber noch nicht ausgestanden. Denn, so die Lehrerschelte: „Die Eltern haben ihre Kinder im Stich gelassen, indem sie ihnen im jungen Alter nicht mehr vorgelesen haben.“ Stattdessen hätten sie ihnen Smartphones gegeben“ und so den Zugang zu den sozialen Medien ermöglicht. (Quelle: Frankfurter Rundschau, 20.06.2026).
Systematisches Antrainieren von Suchtverhalten
Die krakenhafte Dealerattitüde der digitalen Tech-Unternehmen, die jungen Menschen systematisch Suchtverhalten antrainieren, soll offensichtlich nicht so streng in den kritischen Fokus genommen werden, obwohl ohne strikte Maßnahmen gegen die Tech-Giganten die digitalen Drogen kaum zurückgedrängt werden können – schon gar nicht in Deutschland, wenn in den USA allein über 1.000 Prozesse gegen diese digitalen Suchtunternehmen (noch), zum Teil mit Todesfolgen, ohne Konsequenzen bleiben.
Dass die Lehrpläne überdies immer mehr überfrachtet sind mit überbordendem Detail-Wissen, das in immer mehr Tests und Abfragerunden den Schülerinnen und Schülern in deprimierender Weise „ihre angebliche (Lern-)Unfähigkeit“ vor Augen führen soll (wenn sie nicht gerade von geduldigen oder wenigstens wohlhabenden, wie gebildeteren Eltern durch den staatlichen Leistungsdschungel navigiert werden), statt alle mit Empathie und Individualförderung, Wissensbeschaffung- und -Management, Problembewusstsein und Beurteilungsfähigkeit, sowie Lösungskompetenzen, und schließlich mit Begeisterung an Denkprozessen auszustatten.
KUMI-Dezernent stellt sich gegen Kooperative Elternschulen, statt deren Unterstützung anzunehmen
In dieses Bild von der völlig überforderten Kultusbürokratie passt auch, dass das RLSB (Schulaufsichtsbehörde) Braunschweig das Kooperationsangebot der KOOPERATIVEN ELTERNSCHULE an die IGS Wittingen torpediert hat. Die bereits angekündigte Stellungnahme der Ministerin Julia Williie Hamburg, bzw. ihres Dezernats 31 lässt seit Ende April 2026 auf sich warten. – Wir sind „vorsichtig“ gespannt, und hoffen auf eine konstruktive Verlautbarung der grünen Ministerin und stellvertretenden Ministerpräsidentin!
Unterdessen kritisiert eine ambitionierte Schweizer Schulleiterin das deutsche Schulsystem in bemerkenswerter Offenheit und Gründlichkeit:.
„Als würden Kinder später (nur) am Fließband stehen“
„Während die Welt sich immer schneller weiterentwickelt, hinkt das Schulsystem in Deutschland hinterher. In Zeiten von KI und Digitalisierung entsteht dieser Eindruck schnell. Doch auch abseits der Monitore verpasst das Bildungssystem das Umdenken: „Schule wird noch viel zu oft gedacht, als würden Kinder später an einem Fließband stehen“, schreibt Schulleiterin Aléxia da Costa Jaggi (zitiert nach Frankfurter Rundschau aus einem Beitrag auf LinkedIn).
„Laut der Schweizerin entspricht der Unterricht heute häufig noch einer Logik aus der Zeit der Industrialisierung. Anfang des 20. Jahrhunderts ging es darum, Produktionsprozesse zu zerlegen und möglichst effizient und wiederholbar zu gestalten. Dieses Denken präge den Schulalltag bis heute. ‚Kinder sollen zur gleichen Zeit das Gleiche lernen. Lernen soll planbar, messbar und kontrollierbar sein. Abweichungen gelten als Problem. Fragen kosten Zeit“, sagt da Costa Jaggi.(ebd.).
Machen wir uns Nichts vor: Dazu braucht es eine völlig andere Schule, umdenkende Schulleitungen und LehrerInnen, andere wirtschaftliche und gesellschaftliche Prioritäten und Prämissen, aber auch in ihrer Mehrheit aufgeklärtere Eltern, die ihre Kinder nicht als persönlichen Besitz oder womöglich Unterstellte behandeln, sondern als Träger unveräußerlicher Menschenrechte achten und als die gesellschaftliche Zukunftsquelle schlechthin erkennen und fördern. – Davon sind wir noch ziemlich weit entfernt!
Wir halten deshalb an unserem Konzept der KOOPERATIVEN ELTERNSSCHULEN fest, ergänzen es aber um einen gesamtgesellschaftlichen Rahmen, den wir BILDUNGSBÜNDNIS: ZUKUNFT FÜR ALLE! taufen wollen.
Befördert Merz Faulheitsvorwurf die Faschisisierung der Gesellschaft?
Die Gleichsetzung der Merz’schen CDU mit der AfD in Sachen Faschisierung der Gesellschaft war sicherlich nicht der kenntnisreichste Kommentar des neuen Co-Vorsitzenden, Luigi Pantisano, der Partei Die Linke. Die Empörung des CDU-Generals Linnemann fiel gekonnt heftig aus. – Richtig aber ist auch, dass die Merz’schen Faulheitsvorwürfe an die Lohnabhängigen, die schräge. Stadtbilddebatte in Richtung Migranten und das konsequente Treten seiner Bundesregierung nach unten zur Durchsetzung toxischer Sparmaßnahmen gegen die Schwächsten der Gesellschaft, die Politik der AfD befeuert und noch mehr Menschen in deren Arme treibt, scheint wie ausgemacht. Von irgendwoher rekrutiert schließlich die AfD ihre politik-fähigeren Funktionäre.- Die meisten kommen aus dem rechten Rand der Union!
Dass hinter diesen neoliberalen Wirtschaftsideen und Plänen eine weitere massive Verschärfung der Ausbeutung der Lohnabhängigen durch die Kapitaleigentümer lauert, und eine noch verheerendere soziale Schieflage entstehen soll, mit der Folge einer unfassbar weiten Vermögensumverteilung und -Schere, wird in der Bevölkerung auf breiter Front durchaus geahnt und gespürt, auch wenn die ökonomischen Zusammenhänge nicht leicht zu durchschauen sind, und sich wirkliche Alternativen aktuell wenig anbieten. Deshalb verfangen noch chauvinistische Rufe, Deutschland müsse wieder wirtschaftliche und militärische Führungsmacht werden, aber auch das Unken der ewig gestrigen Rechtsaußen, die in den autoritären Muff der 50iger Jahre, am besten gleich in das monarchistische Preußen zurück wollen. – In Zeiten der Not und der Ängste kann das verfangen, wie die rasante Zunahme der AfD-Stimmen anschaulich zeigt.
Ist Ausbeutung eine moralische Kategorie oder ein strukturelles Abhängigkeitsverhältnis?
Bis heute wird unseren Kindern an den Schulen gelehrt: Ausbeutung war gestern, als für Schwerstarbeit „zu geringe“ Löhne gezahlt wurden. Kinderarbeit sei heute ebenso so gut wie ausgeschlossen. – Heute wechselt man den Arbeitgeber und entkomme so dieser Art von Ausbeutung. – Schöne Welt!
Nicht einmal die Mähr von der verschwundenen Kinderarbeit stimmt: Wüssten alle 10 bis 12-Jährigen, wie Kinder zum Schürfen der seltenen Erden für die Smartphone-Produktion unter gnadenlosen Bedingungen geschunden werden, würden sie sich vielleicht weiterhin für diese Geräte interessieren – vermutlich würden sich viele von ihnen aber auch für Projekt-Arbeiten einsetzen mit dem Ziel, diese grausame Kinderarbeit abzuschaffen – so wie Kinder meist keine Kindertiere essen wollen.
Sabine Nuss hat in dem bemerkenswerten Essay: „Von der Faulheit zur Faschisierung“ im Der Freitag vom 18.06.2026 auf Seite 5 ausgeführt: „Beim späten Marx finden wir eine Erklärung dafür, dass sich Menschen die herrschenden Gedanken zu eigen machen: Im kapitalistischen Alltag stellt sich die Wirtschaft anders dar, als sie ist.
Die Ausbeutung bleibt im Alltagsbewusstsein unsichtbar
Karl Marx sprach von einer ‚verzauberten; verkehrten Welt‘. Nehmen wir die Arbeit: Im Lohn scheint die geleistete Arbeit bezahlt zu werden. Tatsächlich aber wird die Arbeitskraft bezahlt – für eine bestimmte Zeit. Was die Beschäftigten in dieser Zeit über das hinaus erzeugen, was sie selbst zum Leben erhalten, fließt den Eigentümern der Produktionsmittel zu. Diese Ausbeutung bleibt im Alltagsbewusstsein unsichtbar.
Ausbeutung ist kein moralisches Urteil, sondern die Beschreibung eines strukturellen Abhängigkeitsverhältnisses. Es existiert unabhängig von der Höhe des Lohns oder der Qualität der Arbeitsbedingungen. Der Lohn erscheint den darin Befangenen als potentiell gerechter Tausch (wenn der Lohn hoch genug ist), das Klassenverhältnis bleibt verschleiert (ebd.).
Wenn Ausbeutung unsichtbar ist,weil vermeintlich im Lohn schon die ganze Arbeit bezahlt ist, verschwindet die Wirklichkeit aus dem Blickfeld: dass die von den Lohnarbeitenden geleistete Mehrarbeit von jenen angeeignet wird, die die Arbeitskraft kaufen. Somit beruht Eigentum auf der Aneignung fremder Arbeit.
Karl Marx recipiert von Sabine Nuss in Der Freitag, Ausgabe 25 vom 18.06.2026
Schulpflicht bedeutet Sonderrecht und Disziplinierung
Bildungspolitik war immer ein Spiegelbild der jeweiligen politischen Verhältnisse. Die Schulpflicht der preußischen Monarchie wird bis heute, selbst von Linken, als eine Art „Recht auf Bildung“ uminterpretiert, obwohl die Schulpflicht von Anfang an auf einen gesonderten Rechtsraum (vergleichbar mit Gefängnissen, Militär mit Befehl und Gehorsam) auf Disziplinierung des Nachwuchses der Arbeiterklasse gerichtet war. Gleichzeitig sollte sie den wachsenden Bedarf der Wirtschaft nach effizienten Arbeitskräften, die widerspruchslos dem Maschinentakt folgen, befriedigen. Dadurch konnten sich freilich auch Arbeiterkinder Bildungselemente aneignen; die Marx auch als die „Totengräber“ der kapitalistischen Klassengesellschaft identifizierte (Kommunistisches Manifest).
Indoktrinierung der Jugend durch die NAZIs
Damit genau das nicht passiert, gingen die NAZIs gleich nach der Machtergreifung und dem Verbot linker und liberaler Parteien daran, die Jugend mit deutsch-völkischer Ideologie zu indoktrinieren und mit Massenaufmärschen vor ihren verbrecherischen Karren zu spannen.
Sollte es der AfD gelingen, einen ersten Ministerpräsidenten zu installieren, wird die Schulpolitik wieder zum zentralen Hebel, um den verbliebenen Geist der liberalen Aufklärung durch Deutschtümelei und völkische Spaltung in biologische Deutsche und unerwünschte Bürger 2. und 3. Klasse zu ersetzen. So versammelten sich gerade erst wieder Neoreaktionäre der AfD und der Identitären unter der Ägide Martin Sellners, fernab von der Öffentlichkeit, in Figueira da Foz, Portugal, um ihre Albtraum-„Vision“ millionenfacher Abschiebung auch „nicht-assimilierter“ Deutscher mit Blick auf die nächsten Landtagswahlen voranzubringen.
Wie konnte die AfD derart hohe Zustimmungswerte erringen?
Während das christliche Erlösungsversprechen – das Himmelreich und die Gleichheit vor Gott – auf ein Leben nach dem Tod verlegt hatte, holte die europäische Aufklärung Gleichheit und Fortschrittsgewissheit in ihr irdisches Gedankengebäude. „Beide Erben der Aufklärung, der Marxismus und der Liberalismus, stehen in diesem Bann der Gleichheit und des Fortschritts“ (Berliner Zeitung, Hauptsache illiberal: Die neoreaktionäre Bewegung will hinter die Moderne zurück – Suchen Bilder).
Das Erstarken neoreaktionärer Anschauungen und Bewegungen ist freilich eine weltweite westliche Entwicklung, positioniert als Gegensatz zur Aufklärung. Unter dem Pseudonym „Dunkle Aufklärung“ wird von den Neoreaktionären in den USA eine Gesellschaft angestrebt, die wie ein Unternehmen von einem CEO oder wie eine absolute Monarchie geführt wird. Nicht nur die Tech-Milliardäre Peter Thiel und Elon Musk finden großen Gefallen daran, sondern wesentliche Führungsvertreter der Republikaner und der MAGA-Bewegung, orchestriert durch die Trump-Administration.
Dennoch gibt es wesentliche nationale Faktoren, die die Rechtsentwicklung in Deutschland sehr stark begünstigt haben: Im Osten Deutschlands scheiterten hinter einander die Gleichheits- und Fortschritts-Versprechungen, sowohl in Form der vorgeblich sozialistischen DDR, die ihre Ideale in real-sozialistischer Bevormundung und Bürokratie erdrosselte; als auch der nachfolgenden westlich-liberalen Arbeitervertretung der SPD, die mit Schröders Hartz 4-Gesetzen den ostdeutschen Arbeitern die letzte Hoffnung nach herben Jobverlusten (ausgelöst durch die Abwicklung der DDR-Wirtschaft durch die Treuhand) genommen hatte.
Gleich zwei sich als „sozial“ bekennende Volksparteien führten die Menschen in Ostdeutschland hinter die neoliberale Fichte
In jedem Fall dominierten sowohl im Osten, als auch im Westen ökonomische Gründe, warum den beiden Volksparteien SPD und – zumindest in den neuen Bundesländern unter Arbeitern verankerte – PDS/später Die Linke die Arbeiter und Arbeiterinnen mittlerweile scharenweise den Rücken zugekehrt haben. Sie wurden zu Nichtwählern oder wechselten zur AfD. Die Vernachlässigung der Arbeitnehmer-Interessen und das gleichzeitige Schielen auf mögliche Regierungsbeteiligungen und Pöstchen wurde zurecht als Verrat an ihrer Basis verstanden.
Bildungsbündnis: Zukunft für Alle!
Mit dem Bildungsbündnis: Zukunft für Alle! stellen wir unser Projekt in einen notwendig größeren sozial-politischen Zusammenhang, die Kinder mit ihren unveräußerlichen Rechten in den Mittelpunkt, mischen uns mit Konzepten der Aneignung von Denk- und Lösungskompetenzen in die Schulen ein und machen uns politisch anschlussfähiger zu regionalen Unternehmen, Gewerkschaften, Parteien, Verbänden und NGOs, vor allem auch zu Schulen, Schülern und Lehrern.
Natürlich werden wir bei den unterschiedlichen potentiellen Aktions- und Kooperationspartnern nicht immer auf identische Positionen stoßen. Dies zu glauben, wäre naiv. – Andererseits werden von den liberalen bis progressiven Organisationen und Verbänden den bildungspolitischen Zielsetzungen ein hoher gesellschaftlicher Stellenwert eingeräumt. Warum nicht auch mit Unternehmen, Parteien um die besten gesellschaftlichen Perspektiven in der Bildung ringen?
Lokale Unternehmen kämpfen um Arbeitskräfte
Die regionalen Unternehmen haben größten Bedarf an einem verbesserten Out-Put der umliegenden Schulen. Jüngste Zahlen über das Gap zwischen benötigten Fachkräften und mangelnden Schulabgängern im Einzugsgebiet der Industrie- und Handelskammer Lüneburg-Wolfsburg belegt das wie folgt:
„Fachkräftelage in Zahlen“ im IHK-Bezirk Lüneburg-Wolfsburg*
Arbeislosenquote 2024: 5,5 % (1998 11,1 %)
Ausscheidende Fachkräfte: 20.000 (in nächsten 20 Jahren)
Produzierendes Gewerbe: 33 % der Arbeitnehmer (m) / 16,5 % (w)
Dienstleistungen: 46,1 % (w) / 13,4 % (m)
Weniger Schüler in Nds: 97.328 (gegenüber 1982) – Gegentrend im IHK-Bez.
Schulabbrecher: 6,8 % (Nds. 7,6 %; Bund 7,2 %)
*Quelle: „Unsere Wirtschaft“ 02/2026
Kooperatives Elternschulkonzept nun seit einem halben Jahr
Vor gut einem halben Jahr wurde die erste KOOPERATIVE ELTERNSCHULE im Flyer der PARENTS‘ ACADEMY begründet:: „Das Schulsystem kann durch engagierte kooperative Elternschulen erneuert werden. Auf Dauer und in voller Breite nicht ohne Vergütung von Pflegearbeit. Wir fordern daher eine Ausbildungsabgabe der Betriebe als Hauptnutznießer eines gut ausgebildeten Nachwuchses.“ – Aus heutiger Sicht würden wir sogar die Forderung nach Zahlung eines Pflegegeldes an den laufenden Besuch und Absolvierung professionalisierender Elternkurse koppeln.
Dabei h stützten sich die PARENTS‘ ACADEMY und die Koop. ELTERNSCHULE auf das Naturrecht der Eltern auf Pflege und Aufzucht ihrer Kinder, das in Artikel 6 des Grundgesetzes seinen Eingang gefunden hat.
Das Elternrecht als natürliches Menschenrecht beruht auf der Annahme,
dass diejenigen, die einem Kind das Leben geben, von Natur aus bereit und berufen sind, die Verantwortung für seine Pflege und Erziehung zu übernehmen;
dass die Interessen des Kindes am besten von Eltern wahrgenommen werden.
Urteile des Bundesverfassungsgerichts zu Artikel 6 des GG (BVerfGE 24, 150 und VVerfGE 34, 184)
Artikel 7 GG regelt, dass das gesamte Schulwesen der Aufsicht des Staates unterstellt ist. Es bleiben Zielkonflikte mit dem Artikel 6 (Elternrecht), nicht aus, die dann in „systematischer Konkordanz“ zu lösen sind. – In der Praxis ist das schwierig genug, wenn man nur an die jüngste Intervention der Schulaufsicht Braunschweig gegen die KOOPERATION der ELTERNSCHULE mit der IGS Wittingen denkt.
In unserer praktischen Arbeit stießen wir aber immer wieder auch auf Unverständnis der Eltern, wenn es um die autonomen Freiheitsrechte der Kinder geht. Abstrakt verstanden, verschwinden sie gerne Im Alltagsbewusstsein der vielen Abhängigkeiten der Kinder von ihren Eltern.
Grundrechtliches Dreieck Eltern – Kind – Staat
Im Online-Staatslexikon heißt es zu der eigentlichen zentralen Rechtsposition des Kindes: „Doch als dritte Größe tritt das Kind hinzu, auf dessen Wohl das Recht und die Pflicht der Eltern und der Schutz des Staates ausgerichtet sind. Im Konflikt geht das Recht des Kindes dem Recht der Eltern und dem des Staates vor. Das Kind ist nicht bloßes Objekt des Elternrechts, sondern eigenständiges Grundrechtssubjekt, auch wenn es noch nicht fähig ist, seine Grundrechte auszuüben. Darin unterscheidet sich das Elternrecht. fundamental von antiken Rechtsauffassungen, denen das Kind als Eigentum seines Erzeugers galt und seiner unbeschränkten Verfügungsgewalt unterlag.“ (Quelle: www.staatslexikon-online.de)
Die politischen Kämpfe um das Bildungs- und Erziehungswesen zeigen anschaulich, dass die Schüler der Generation Alpha keineswegs nur „stören“ (Bildungsbarometer), sondern den fortschrittlichsten Teil des Bildungswesens repräsentieren. Das BILDUNGSBÜNDNIS: ZUKUNFT FÜR ALLE! wird sich daran messen lassen müssen, dass es neben einem Querschnitt aller Stakeholder eine nennenswerte Zahl von aktiven Schülern gewinnen kann.
Ihre Seele wohnt im Haus von morgen, das Du nicht besuchen kannst, nicht einmal in Deinen Träumen.
Deine Kinder sind nicht deine Kinder. Sie sind die Söhne und Töchter der Sehnsucht des Lebens nach sich selbst. Sie kommen durch dich, aber nicht von dir, und obwohl sie bei dir sind, gehören sie dir nicht. Du kannst ihnen deine Liebe geben, aber nicht deine Gedanken, denn sie haben ihre eigenen Gedanken. Du kannst ihrem Körper ein Heim geben, aber nicht ihrer Seele, denn ihre Seele wohnt im Haus von morgen, das du nicht besuchen kannst, nicht einmal in deinen Träumen. Du kannst versuchen, ihnen gleich zu sein, aber suche nicht, sie dir gleich zu machen. Denn das Leben geht nicht rückwärts und verweilt nicht im Gestern. Du bist der Bogen, von dem deine Kinder als lebende Pfeile ausgeschickt werden. … Lass deine Bogenrundung in der Hand des Schützen Freude bedeuten.
Kahlil Gibran. Khalil Gibran war ein libanesisch-amerikanischer Dichter, Philosoph, Maler und Schriftsteller.






